Globusgefühl

Bei einem Globusgefühl haben Patienten häufig das Gefühl einen “Knödel” im Hals stecken zu haben. Schluck- oder Räusperzwang sowie Fremdkörpergefühl sind häufig zu beobachten. Selbst einfaches Schlucken von Speichel kann dieses unangenehme Gefühl noch weiter verstärken und für Betroffene sehr belastend sein. Nicht immer kann eine körperliche Ursache für die Beschwerden gefunden werden.

Wann gehört ein Globusgefühl vom HNO-Arzt abgeklärt?

Bei länger dauerndem Bestehen (über 10 Tagen) sollte ein Globusgefühl auf jeden Fall abgeklärt werden.

Welche Ursachen gibt es für ein Globusgefühl?

Es kann sowohl eine organische Störung im Bereich der oberen und mittleren Luft- und Speisewege vorliegen. Dazu zählen u.a. Rachen, Kehlkopf, Luftröhre sowie die Speiseröhre. Häufig jedoch steckt eine psychische Ursache dahinter. Nicht immer ist ein Auslöser für die Beschwerden eruierbar. Wichtig: meist sind die Ursachen harmlos!

Zu den organischen Auslösern zählen Fremdkörper im Rachen-Hals-Bereich, Tumore, Refluxerkrankungen, Schilddrüsenvergrößerungen (Struma), stark vergrößerte Halslymphknoten, vermehrte Stimmbelastung oder Erkrankungen der Nase. Weiteres können auch Bewegungsstörungen der Speiseröhrenmuskulatur oder Schädigungen der Halswirbelsäule ursächlich sein. Neben organischen Ursachen können auch Stress und psychische Belastungen ein Globusgefühl hervorrufen.

Welche Symptome können bei einem Globusgefühl auftreten?

Viele Patienten beschreiben ihre Beschwerden sehr unterschiedlich. Einige verspüren ein knödeliges Gefühl, ein Kratzen, ein Brennen oder auch einmal punktuelle Schmerzen im Hals. Der Hals kann sich ebenso trocken wie auch belegt anfühlen. Betroffene berichten auch unter einem immer wieder kehrenden Schluck- oder Räusperzwang. Bei besonders unangenehmen Krankheitsverläufen kann sich auch einmal eine gefühlte Atemnot entwickeln.

Wie lässt sich ein Globusgefühl abklären?

Der HNO-Arzt wird zuerst ein ausführliches Patientengespräch (Anamnese) durchführen und dabei auf die Symptomdauer, die genauen Beschwerden, eingenommene Medikamente und etwaige Vorerkrankungen eingehen.
 
Anschließend wird eine ausführliche Untersuchung durchgeführt. Es wird nach Anzeichen für Entzündungen, Tumoren oder Fremdkörpern gesucht. Bei bestimmten Fragestellungen kann eine Röntgenuntersuchung oder eine Magenspiegelung notwendig und zielführend sein. In speziellen Fällen kann auch eine Röntgenkinematografie durchgeführt werden. Dabei wird die Speiseröhre (Ösophagus) während des Schluckvorgangs im Röntgen dargestellt. Auch an eine mögliche Verspannung der Halsmuskulatur, Narben im Halsbereich und an Schilddrüsenveränderungen solltegedacht werden. Wenn keine organischen Ursachen gefunden werden, sollte eine psychosomatische Abklärung erfolgen. Nicht immer lässt sich trotz ausführlicher Abklärung eine Ursache finden, und nicht selten ist besonders diese Situation für Patienten sehr belastend. Viele Patienten haben mit ihrem Globusgefühl eine wahre Arztodyssee hinter sich.

 

Wie kann das Globusgefühl therapiert werden?

Die Therapie besteht vor allem in der Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung. Da die Ursachen sehr vielfältig sind, ist das Therapiespektrum sehr breit.
 
Einige Tipps zur Selbsthilfe beim Globusgefühl: zur Schonung der Stimmbänder und der Schleimhäute sollte versucht werden, auf Räuspern, Flüstern, gehauchtes Sprechen und Rauchen zu verzichten. Neben einer Schonung der Stimmbänder ist eine Pflege und Feuchthalten der Schleimhäute oft hilfreich. Dies kann mit regelmäßiger Flüssigkeitsaufnahme, Lutschtabletten oder speziellen Pflegeprodukten erreicht werden.

 

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