Riechstörungen – Diagnose und Behandlung

Riechstörungen sind häufiger als man denkt und für Betroffene meist sehr belastend! In der Fachsprache werden diese in der Gesamtheit als Dysosmie bezeichnet. Im Alltag des HNO-Arztes sind ein verminderter Geruchssinn (Hyposmie) und ein Ausfall des Geruchssinns (Anosmie) am häufigsten zu finden. Riechstörungen treten gehäuft während oder im Anschluss an Infekte der oberen Luftwege auf. Andere Ursachen sind z. B. berufliche- oder sonstige inhalative Gift- und Schadstoffe, bestimmte Medikamente und diverse Grunderkrankungen.

Wie entstehen Riechstörung?

Der Anteil an Menschen mit Riechstörungen bzw. einem beeinträchtigten Geruchsinn beträgt zwischen 3 und 20 Prozent in der Bevölkerung. Durch die Infekt auslösenden Keime (Viren, Bakterien) kann es bei der infektbedingten Geruchsstörung zu einer Schädigung der feinen Riechnervenendigungen in der Riechregion der Nase kommen. Dies wird als postinfektiöse Hyp- bzw. Anosmie bezeichnet. Der Geschmacksinn ist jedoch in der Regel objektiv nicht beeinträchtigt. Das subjektive Gefühl einer Geschmacksstörung ist dabei nur durch die bestehende Riechstörung vorgetäuscht. Jede Riechstörung sollte ernstgenommen werden und bedarf einer weiteren Abklärung durch Ihren HNO-Arzt.

Diagnose und Behandlung von Riechstörungen

Die folgenden Untersuchungen sind bei der Abklärung von Riechstörungen ratsam: klinische Untersuchung inkl. Nasenendoskopie, Geruchs- und Geschmacksprüfung sowie Bildgebung der Nasennebenhöhlen. Bei den Geruchstests stehen subjektive und objektive Verfahren zur Verfügung. Sollte sich bei der Untersuchung eine Entzündung der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) zeigen, so muss diese entsprechend behandelt werden. Die Besserungstendenz ist abhängig von Ursache und Grad der Schädigung der Riechzellen. Die besten Chancen für eine Besserung bestehen im ersten Jahr nach Erkrankungsbeginn, wobei sich auch Therapieerfolge nach längerer Erkrankungsdauer einstellen können. Hinsichtlich der Therapie gibt es einige Ansätze, die einen positiven Effekt haben können. Im Mittelpunkt stehen Behandlungsmaßnahmen, welche die Regeneration der Riechnerven begünstigen. Zu diesen zählen die Gabe von Kortison, Alpha-Liponsäure, Vitamin A, B und E. Teilweise sind diese Medikamente zu lokalen Therapie geeignet. Weiters ist ein konsequentes Riechtraining sinnvoll. Auch alternative Ansätze existieren und konnten in Einzelfällen eine gute Wirksamkeit zeigen.

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