Fazialisparese (Gesichtslähmung)

Symptome einer Fazialisparese

Der Gesichtsnerv oder auch Nervus facialis versorgt die Muskulatur unseres Gesichts. Die Fazialisparese ist eine Funktionsstörung dieses Nerven. Der Nervus facialis hat einen komplexen Verlauf, versorgt dabei die mimische Gesichtsmuskulatur und gibt jeweils einen Ast zur Tränendrüse, zu einem Mittelohrmuskel und zur Zunge ab. Eine Parese kann sich, abhängig von der Ausprägung, durch einen hängenden Mundwinkel, beeinträchtigtes Nasenrümpfen, nicht vollständigen Lidschluss und erschwertes Stirnrunzeln präsentieren. Außerdem können das Gehör, der Tränenfluss und der Geschmackssinn betroffen sein.

Abhängig von der Ausprägung kann sie von einer einfachen Schwäche bis zu einer kompletten Lähmung der mimischen Gesichtsmuskulatur führen. Diese Symptome können ein- oder auch beidseitig auftreten sowie periphere oder auch zentrale Ursachen haben. Handelt es sich um eine Schädigung im Nervenverlauf, spricht man von einer peripheren Parese (kompletten Parese). Findet sich die Ursache im Gehirn, wird von einer zentralen Parese (inkompletten Parese) gesprochen.

 
Mit 25 Fällen pro 100.000 Einwohner pro Jahr ist die Fazialisparese die häufigste Lähmung eines Hirnnerven. In 3 von 4 Fällen tritt sie als einseitige, idiopathische periphere Parese auf, das heißt, dass keine fassbare Ursache für den Funktionsverlust zu finden ist und eine zentrale Ursache auszuschließen ist. Fassbare periphere Ursachen sind z. B. eine direkte Verletzung des Nervens, Ohrenentzündungen, Tumore, Autoimmunerkrankungen, Virusinfekte und Kältereize.

 

Wann sollte ein HNO-Arzt aufgesucht werden?

Wichtig ist, zu Beschwerdebeginn eine zentrale Ursache von einer peripheren abzugrenzen. Ursachen für eine zentrale Fazialisparese sind u. a. eine Hirnblutung, ein Schlaganfall oder Tumore des Gehirns. Generell sind die Heilungschancen bei einer idiopathischen Fazialisparese gut. Ein Therapiebeginn in den ersten Tagen der Erkrankung wird empfohlen.

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